A jester, joker, jokester, fool, wit-cracker, prankster, or buffoon is a member of a profession that came into popularity in the Middle Ages. Jesters are always thought to have worn brightly colored clothes and eccentric hats in a motley pattern. Their hats, sometimes called the cap ’n bells, cockscomb (obsolete coxcomb), were especially distinctive; made of cloth, they were floppy with three points (liliripes) each of which had a jingle bell at the end. The three points of the hat represent the ass's ears and tail worn by jesters in earlier times. Other things distinctive about the jester were his laughter and his mock scepter, known as a bauble or maharoof.
Also auf gut deutsch: HC braucht dringend einen neuen Hut!
Oder: Wie kommt man als österreichischer Politiker zu der beinahe unheimlichen Ehre in wikipedia mit "farbiger Kleidung und exzentrischen Hüten mit scheckigen Mustern" als jugendlicher Paintballer geoutet zu werden?
Brrrrr... Verschwörungstheoretiker aller Länder vereinigt euch!
(den Spruch von A und O verkneif' ich mir besser...)
Bis 2006 war die grüne Welt noch in Ordnung. Unter dem Vorsitz von Alexander Van der Bellen durften bei jeder Wahl Gewinne bejubelt werden, auch wenn selbige nie so dramatisch gut waren, wie wir es uns derzeit einreden wollen. Dass das grüne Wählerpotential schon bei der NR-Wahl 2006 höher war, als tatsächlich ausgeschöpft wurde, haben uns die Rechtsparteien heuer eindrücklich vorgeführt. Eine halbe Million WechselwählerInnen zeugen von einer viel höheren Bereitschaft, Neuland zu entdecken, als man als gelernter Österreicher unserer Republik jemals zugetraut hätte.
Verhungern am gedeckten Tisch
Den Grossparteien laufen die WählerInnen in Scharen davon - keinesfalls zu Unrecht - und wir Grünen stehen ungläubig herum und sehen zu, wie selbst die Jugend an uns vorbeiläuft und bei Strache und Haider Unterschlupf sucht. Der Anteil an jungen GrünwählerInnen sank um 1/3 (!) von 2006 auf 2008 (Quelle: GfK Austria, Exit Polls (1986-2008)). Und das, obwohl den Grünen zu Recht immer noch Themenführerschaft in den Bereichen Umwelt- und Bildungspolitik zugestanden wird. Die grosse grüne Hoffnung, dass wir allein aus der demografischen Entwicklung heraus noch grosses Potential hätten, kann so also nicht erfüllt werden. Da braucht es keine Prophetin, und mich selbst schon gar nicht, zu erkennen, dass wir irgendetwas falsch gemacht haben. Ich weigere mich allerdings partout, davon zu reden, es habe einen Rechtsruck bei den Jugendlichen gegeben. Als Jugendstadtrat in Dornbirn habe ich seit Jahren mit genau den gleichen Jugendlichen zu tun, die vor zwei Jahren grün gewählt haben und dieses mal eben blau. Die Hosen sitzen immer noch gleich tief, die jugendlichen Gruppenbildungen und die entsprechenden Rivalitäten laufen immer noch nach dem selben Muster ab.
Wer gute Antworten will, muss die richtigen Fragen stellen
Eva Glawischnig startet richtigerweise gleich mit einem breiten Diskussionsprozess in ihre neue Funktion als designierte Bundessprecherin: erst zuhören, dann fragen! Meine Wenigkeit macht das nicht anders, wenn auch nicht in diesem Massstab. Was mir bisweilen in vielen längeren und trotzdem nie mühsamen Gesprächen klar wurde, ist der Verlust des Revolutionspotentials. Wir sind in der Gunst der Jugendlichen durchgefallen, weil wir ihre Themen nicht mehr anrühren. Wenn letzte Woche 50 Jugendliche in Bregenz für einen "Freiraum zur kulturellen Entfaltung und Selbstverwirklichung [für] Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten" demonstrierten, dann waren wir Grünen nicht dabei. Wenn es letztes Jahr in Vorarlberg eine (mit Verlaub) ziemlich idiotische Neufestlegung der Altersgrenzen für Alkoholkonsum gab, dann hielt sich der Aufschrei der Grünen in Grenzen (ich nehme mich da nicht aus!). Wenn es um die Legalisierung von Haschisch geht, dann ist die Diskussion hiezu seit Jahren völlig am Boden. Eine einzige geniale Wortschöpfung der ÖVP hat gereicht: Das Mantra "Haschtrafik" wurde uns so oft in die Haare geschmiert, dass mittlerweile sogar die Jugendlichen der Meinung sind, Haschisch sei wesentlich gefährlicher als Alkohol.
Eva spricht von nicht erreichten WählerInnen, obwohl wir für viele Probleme die richtigen Lösungen haben. Doch haben wir das wirklich? Aus jugendlicher Sicht dürfen wir eine intelligente Bildungspolitik auf der Habenseite verbuchen. Wahrgenommen wird dies allerdings nur von einer bürgerlichen Bildungsschichte. Die Breite Masse fühlt sich dadurch nicht angesprochen. Für diese ist Schule kein Ort der Bildung, sondern ein notwendiges Übel, das es durchzustehen gilt, bevor das richtige Leben beginnt. Der Wegfall von Studiengebühren führt bei Lehrlingen höchstens zu Stirnrunzeln. Das einzig wirkliche Asset ist die Umweltpolitik, wo uns parteiübergreifend Kompetenz zuerkannt wird. Es war sicherlich nicht leicht, die hohen Energiepreise mit dem Argument "Energiewende" zu kontern, aber meiner Einschätzung nach dürfte es uns gelungen sein, sonst wären wir vermutlich tief im einstelligen Prozentbereich gelandet. Jedenfalls sind Jugendliche nach wie vor sensibler als die Restbevölkerung, was unsere Umwelt betrifft. Die Ideenkonkurrenz mit dem Themenkomplex "Arbeitsplatz" wird erst in späteren Jahren evident, wenn man Familien gründet, Häuser baut, und Kontoauszüge mit negativen Vorzeichen zur Norm werden.
Ende Teil I
Teil II erscheint in Kürze
nach der wahl ist vor der wahl, ist nach der wahl, ist vor der wahl, ... so oder so ähnlich hat das schon so manch kluger kopf von sich gegeben.
wahlgewinner, -verlierer und enttäuschte stagnationsparteien werden wohl bei allem geplänkel rund um die möglichen koalitionsbildungen nicht umhin kommen, das derzeitige globale finanzdesaster irgendwie gemeinsam aufzuräumen. ganz ohne hinweis auf minarette, oder sonstige querelen untereinander. der tiefe fall der grossparteien verblasst im scheinwerferlicht einer drohenden rezession.
jetzt heisst es erst mal aufräumen - dabei hat jede partei so ihren eigenen dreck wegzuräumen:
in der bregenzer wahlkampfzentrale der phorarlberger pholkspartei ging es nicht einmal in der letzten woche vor der grossen schlappe rund. ganz zu schweigen danach. da fand ich den stillstand sprichwörtlich herumstehen. flasche leer mal 4 - sozusagen die bildhafte verkörperung des missglückten neustart-versuches...
die grosse wahlüberraschung - der komfortable einzug des bzö in den nationalrat - endete gestern mit einem grossen fragezeichen. jörg haider starb in seinem phaeton auf einer kärntner landstrasse.
ein österreichisches schicksal, das täglich 2 landsleuten zuteil wird.
rest in peace.
wir grünen lecken unsere eigenen wunden. auf wesentlich weniger spektakuläre art und weise ist uns ebenfalls der vorsitzende abhanden gekommen. nicht zuletzt, weil der vermeintliche rückhalt bei jugendlichen wählern gefehlt hat. mit eva glawischnig kommt etwas verspätet eine generation zum zug, die wohl oder übel in allen parteien die nächsten 10 jahre den ton angeben wird. grün wählen aus leidenschaft - thumbs up for eva!
die letzte impression führt auf eigenwillige art wieder zurück zur allgegenwärtigen finanzkrise. die studiengebühren wurden schon vor wochen abgeschafft, aber die plakate der hypo werden wohl so schnell nicht wieder ausgewechselt. zu tief sitzt der schock, dass es wohl nie mehr so weitergehen wird, wie die letzten 20 jahre. da gibt es wichtigeres zu besprechen, als die nächste werbelinie...
nach der wahl, vor der wahl, scheissegal. irgendwie wird es weitergehen. irgendwie muss es weitergehen. ärmel aufkrempeln, weitermachen!
Sie sind eine besondere Spezies von Mensch. Die StammwählerInnen stehen zu ihren Parteien, ohne Wenn und Aber. Zumindest hat man das vor nicht allzulanger Zeit so angenommen.
Dass es allerdings auch anders sein kann, zeigen die Ergebnisse der Nationalratswahl am Beispiel ÖVP:
Wenn ich Zeitungsberichten glauben darf, dann hat die ÖVP in all ihren sogenannten "Bünden" gesamt 700.000 Mitglieder. Siebenhunderttausend Menschen, die jährlich ihre Beiträge abliefern, ob beim Bauernbund, beim ÖAAB, beim Wirtschaftsbund, bei den schwarzen Senioren, der Jungen Volkspartei, oder dem Frauenbund. Doppelmitgliedschaften sind abgezogen.
Setzt man dieser Zahl von 700.000 eingetragenen Mitgliedern nun die satten 1,1 Millionen WählerInnen der ÖVP gegenüber, so ergibt das eine Erfolgsquote von 0,6. Das bedeutet, dass gerade mal jeder zweite Landwirt seine eigene Frau davon überzeugen konnte, die ÖVP zu wählen. Kann man dieses Phänomen eigentlich mit dem Wort "Alarmglocken" verniedlichen? Ich denke nicht. Da ist schon etwas anderes passiert...
Als Dornbirner Grüner darf ich mich getrost zurücklehnen und die Beantwortung dieser Frage gescheiteren Leuten überlassen. Irgendjemand wird schon eine Antwort darauf finden.
Leicht hammas nicht, wir Grünen, dennoch gibt gerade das Ergebnis in Vorarlberg genügend Hoffnung, dass engagiertes Arbeiten, Ehrlichkeit und Offenheit durchaus belohnt werden können.
Einen längeren Kommentar zur Lage der Nation würde ich gerne jetzt schon abfassen, aber in Dornbirn ruft schon wieder das Tagesgeschäft und ich sitze gerade heute den ganzen lieben langen Tag in der ersten Budgetsitzung für 2009...
Da kommt es mir gerade recht, wenn anderswo meine Gedanken zur Wahl schon zum Ausdruck gekommen sind - und das möchte ich niemandem vorenthalten:
ein hervorragender blog-eintrag von helge.at (click to read!).
Das wärs mal in aller Kürze für heute - und ein DICKES FETTES DANKESCHÖN an die tausenden Dornbirnerinnen und Dornbirner, die die Dornbirner Grünen zur zweitstärksten Kraft in der grössten Stadt Vorarlbergs gemacht haben!
Bis bald!
man kann ja vieles verwechseln
so manch einer hob schon mal die hand um drei bier zu bestellen und böse zungen wollen doch gar einen verbotenen gruss darin gesehen haben.
wieder andere waren unglaublich glücklich, dass in den 80er jahren ein spiel erfunden wurde, welches sich recht gut dazu eignete, fragwürdige militaristische übungen mit einem hinweis auf "gotcha" zu entkriminalisieren.
wer vor 20 jahren mit kampfanzügen, schrotflinten und sturmgewehren österreichs wälder unsicher gemacht hat, muss deswegen ja nicht gerade zwangsläufig ein liebhaber rechtsradikalen gedankenguts sein.
man mag dazu stehen, wie man will - peinlich ist es allemal, wenn man fotos manipulieren muss um sich als jugendlicher paintballer auszugeben. noch peinlicher wirds nur, wenn man dabei erwischt wird. denn echte hardcore-gotcha-jäger schauen einfach anders aus.
aber wie gesagt: man kann ja vieles verwechseln, dachte sich dereinst ein berühmter österreicher namens ernst jandl und schrieb auch noch ein paar zeilen dazu:
lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum
und schon ist er wieder vorüber. der sommer. sogar noch schneller als die letzte regierung. auch der himmel über dornbirn hält sich derzeit mit freundlichen nachrichten zurück und lässt es seelnruhig auf uns herunter regnen.
irgendwie gerade die richtige zeit, um mich wieder zurückzumelden aus dem sommerlichen bloggerloch. liegt ja schon ein weilchen zurück, der letzte eintrag...
und dabei hat sich doch so einiges getan in und um dorobiro:
- auch wenn die politik zwischenzeitlich auf urlaub war, haben die wühlmäuse fleissig weitergegraben. auch das gemeindeblatt wurde niemals müde, den fortschritt beim bau der schönsten und teuersten tiefgarage im land mit bewegten worten zu kommentieren. gibt ja sonst nichts zu berichten - wen interessiert schon die renovierung einer hauptschule, besonders wenn selbige im verzug ist...
- während sich die fa. hämmerle textil mit einem lauten knall von der bühne der arbeitgeber verabschiedete, werkelte keine 50 m luftlinie von ihr entfernt die fa. gasser textil an einer erweiterung ihrer produktion. sehr zum missfallen einiger direkt betroffener nachbarinnen und nachbarn, die schon bald 2 jahrzehnte durch lärm und geruch in ihrer lebensqualität beeinträchtigt wurden. wir grünen waren mit dabei, und wenn der genehmigungsbescheid von der bh-dornbirn kommt, werde ich wohl ausführlicher berichten.
- und nicht zuletzt hat mich auch die politik wieder - als kleiner grüner gemeindemandatar bleibt man natürlich nicht ganz unberührt von den vielen aktivitäten rund um die qual der wahl. sicher ist jedenfalls nur eine prognose: grossparteien wird's keine mehr geben.
nun denn, freuen wir uns auf einen ereignisreichen herbst.
einen besonderen text aus der welt der architekten möchte ich niemandem vorenthalten. geht es doch darum, gewisse dinge mit kühlem kopf zu betrachten und nicht gleich den 'untergang des abendlandes' zu verkündigen. mit freundlicher genehmigung der architektenkammer:
Österreichischer Architektenkammerpräsident fordert Gestaltungsbeiräte statt sinnloser Ortsbildpflegesonderkommission für die Kärntner Baukultur.
„Es ist ein Zeichen totaler kultureller Mutlosigkeit wenn - wie im neuen Kärntner Ortsbildschutzgesetz vorgesehen - ‚in Bauvolumen als auch in Bauhöhe den ortsüblichen Traditionen widersprechende Bauten‘ einer ‚Ortsbildpflegesonderkommission‘ unterzogen werden sollen“, meint Georg Pendl, Präsident der Bundeskammer
der Architekten und Ingenieurkonsulenten. Er schließt sich hiermit dem Fachbeirat für Baukultur des Landes Kärnten an.
Österreich ist ein Land mit ausgezeichneter baukultureller Tradition. Die aktuellen Architekturleistungen in diesem Land und die von unseren ArchitektInnen international geschaffenen werden ständig mit renommierten Preisen ausgezeichnet.
Gerade die Verbindung von alt und neu, die Einbettung neuen Bauens in traditionelle Umgebung, ist eine der besonderen Qualitäten österreichischer Architektur.
Wir können, so Pendl, auf diese Qualität stolz sein. Baukultur entsteht maßgeblich durch eine positive Grundhaltung gegenüber neuen Bauformen von Seiten der Bauherrn, der Öffentlichkeit und der Behörden. Ebenso zählt das Engagement all jener, die zur Entstehung von neuen Bauten beitragen: den ArchitektInnen, den Baumeistern, und allen, die an der Umsetzung arbeiten.
Der Vorschlag aus Kärnten ist ein Signal der Kleinmütigkeit. Auch in Kärnten gibt es hervorragende Bauten und hervorragende ArchitektInnen, welche durch derartige, zentral gesteuerte „Sonderkommissionen“ nur behindert werden. Deshalb fordert Georg Pendl die Landesregierung auf, auf die Einrichtung der antiquierten Ortsbildpflegesonderkommission umgehend zu verzichten. Stattdessen rät er, flächendeckend Gestaltungsbeiräte in den einzelnen Gemeinden zu installieren. In anderen Bundesländern leisten diese bereits seit Jahren erfolgreiche Arbeit.
„Die Einrichtung von Gestaltungsbeiräten fördert die notwendige Sensibilität für das Bauen. Durch solche Beiräte wird entsprechende architektonische Qualität auf der Höhe der Zeit von den Bauwerbern eingefordert. Ein Gestaltungsbeirat ist beratendes Gremium des Gemeinderats. Er besteht meist aus drei überregionalen Baukulturexperten.
Dadurch gewinnen alle Beteiligten: die Bürgermeister und Gemeinden, die Bauherrn, die ArchitektInnen und schließlich das Ortsbild!“
Weiters stellt Georg Pendl fest, dass „der Entwurf zeitgemäßer Interpretationen sakraler Bauten für jeden Architekturschaffenden eine Herausforderung erster Güte ist. Dies hat bei Kirchenbauten Tradition und schlägt sich in überzeugenden Ergebnissen nieder. Gleiches für die Bauaufgabe Moschee zu leisten, wäre eine Vielzahl engagierter ArchitektInnen und Bauausführenden bereit - und das unabhängig vom religiösen Bekenntnis.“
so einfach könnte die welt sein